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Sinn geht vor Gewinn
Auf der Höhe der Karriere plötzlich die Frage: Will ich das noch? Was mache ich da eigentlich? Vier Top-Kaderfrauen erzählen von ihrer Sinnkrise, wie sie die Weichen für sich neu stellten und heute eine andere Karriere verfolgen. Meist steht am Anfang eine Frage. Bei Barbara Artmann, erfolgreiche Topmanagerin der UBS, kam sie an einem Tag gegen Ende des Jahres 2002, als sie sich hinsetzte und über ihre Karriere nachdachte. Sie konnte stolz sein, es war eine vorbildliche Karriere, steil und schnell, und oftmals hatte es Spass gemacht, immer dann, wenn es ein schwieriges Problem zu lösen gab, wenn man ihr Spielraum zugestand und Verantwortung von A bis Z. Vom Konsumgüterkonzern Procter & Gamble, wo sie als Marketingfachfrau verantwortlich war für Produkte wie Meister Propper und Pampers, wechselte sie als Consultant zu McKinsey, übernahm danach die Geschäftsführung des Stadtmagazins "Prinz" in Hamburg, wurde dann Projektleiterin Finanzprodukte Schweiz bei den Zürich-Versicherungen und ging schliesslich zur UBS. Ein Jahr, zwei Jahre, manchmal auch drei, dann wurde Barbara Artmann jeweils unruhig und sann auf Veränderung, die gleichzeitig eine Verbesserung war, eine weitere Stufe auf dem Weg nach oben. Und so hätte es wohl weitergehen können, wenn nicht dieser Tag dazwischengekommen wäre, an dem Barbara Artmann sich fragte: "Will ich das noch?" Mit der ihr eigenen Radikalität zog sie Bilanz und antwortete: "Nein. Wenn ich das nochmals 25 Jahre mache, fange ich an zu spinnen." Im Nachhinein erklärt sie ihren Entscheid so: Sie habe damals plötzlich realisiert, dass ihr die ganzen Machtspiele und Mauscheleien im Berufsleben lästig geworden waren und viel zu viel Energie raubten: "Vor allem in grösseren Unternehmen geht in höheren Positionen mindestens fünfzig Prozent der Zeit dafür drauf, die eigene Position abzusichern", sagt sie. "Man macht das, indem man sich besonders cool präsentiert, an den Stühlen anderer sägt oder den eigenen Stuhl gegen das Angesägtwerden schützt. Oder Projekte wider besseres Wissen umkrempelt, damit der Vorgesetzte sie leichter schluckt." Das sei eigentlich nie ihr Ding gewesen, aber trotzdem habe es einige Zeit gedauert, bis sie sich das eingestand. "Denn eigentlich war ich weder an einem hohen Rang, Status noch an einem Rieseneinkommen interessiert. Sondern einzig und allein an einer spannenden, herausfordernden Tätigkeit." 2003 zog Barbara Artmann die Konsequenzen, machte sich auf die Suche nach einer eigenen Firma und wurde innert Jahresfrist fündig. Die Schuhfirma Künzli im aargauischen Windisch entsprach ganz ihren Vorstellungen: Eigene Fabrikation, Standort Schweiz, helvetische Traditionsmarke und dazu eine Produktepalette, die vom Freizeitschuh bis zum medizinischen Künzli Ortho reicht, "dank dem", so Artmann, "handicapierte Menschen besser oder überhaupt wieder gehen können, was mich mit grosser Freude erfüllt". Natürlich, sagt sie, war sie auch in einer privilegierten Situation, hatte durch ihre gut bezahlten Tätigkeiten Geld angespart und fand eine Bank, die an sie glaubte und ihr Kapital zur Verfügung stellte. Inzwischen sind gut vier Jahre vergangen, und die 47-jährige Firmenbesitzerin sagt gut gelaunt: "Ich habe meine Rolle gefunden. In meinem Team herrscht ein offener Geist, ich habe Spass an der Zusammenarbeit mit meinen Leuten. Und ich empfinde es als Luxus, Werte umsetzen zu können, die mir wichtig sind." Für Berufsfrauen wie Barbara Artmann gibt es in den USA bereits einen Begriff: Man nennt sie Women Leavers, Frauen, die den vorgezeichneten Karriereweg verlassen. Um sich selbstständig zu machen wie Barbara Artmann. Um in den Nonprofit-Bereich zu wechseln wie einst Carol Franklin, die es nach ihrer Tätigkeit beim Rückversicherer Swiss Re zum WWF zog. Oder um einen ganz neuen Beruf zu lernen. Egal, welchen Weg sie wählen: Immer geht es darum, Arbeitskraft und Lebenszeit nicht mehr in den Dienst von etwas zu stellen, bei dem die Erfüllung fehlt. Oder anders: "Weil ich viel Geld verdiene!" reicht den Women Leavers nicht mehr als Antwort auf die Frage "Weshalb tue ich das?". Man darf diese Frauen nicht verwechseln mit den "neuen Bequemen", die gerade in Deutschland ein Thema sind: Menschen, die für einen sicheren Arbeitsplatz und bescheidenen Wohlstand noch so gern auf eine risikoreiche Karriere verzichten. Und Women Leavers sind auch keine Downshifter. Diese sehnen sich nach aufreibenden Managementjobs nach mehr Ruhe, Freizeit und einer ausgewogenen Work-Life-Balance und reduzieren deshalb oft ihre Pensen. Women Leavers hingegen wollen nicht einfach mehr Privatleben und einen frühen Feierabend. Sie sind durchaus bereit, sehr viel zu leisten. Barbara Artmann zum Beispiel ist nach wie vor ein Workaholic, wie sie sagt, und arbeitet immer noch mindestens 12 bis 13 Stunden pro Tag. Nur dass sie dies nun selbstbestimmt und zum Wohl ihrer eigenen Firma tut. Die Women Leavers sind in der Schweiz auf dem Vormarsch. Laufbahnberaterinnen und Coachs sehen sich immer häufiger mit der Sinnfrage denn mit puren Karriereplanungsthemen konfrontiert. So auch Evelyne Coën, Inhaberin der Zürcher Beratungsfirma Cross-Roads. Gerade Frauen würden zunehmend nach Stellen, Projekten und Arbeitsbereichen suchen, mit denen sie sich identifizieren können: "Sie haben sich die intuitive Klugheit bewahrt", so Evelyne Coën, "dass Erfolg nicht auf Kosten der eigenen Gesundheit, anderer Menschen oder der Umwelt gehen darf." Gerade kürzlich habe eine ihrer Kundinnen, eine hochrangige Pharma-Managerin, ihre Stelle gekündigt. Weil sie ihre Kraft nicht länger in den Dienst eines Unternehmens stellen wollte, in dessen Kellerräumen Versuchstiere leiden und das Medikamente auf den Markt bringt, obwohl gravierende Nebenwirkungen bekannt sind. Andere hätten es satt, ihre Mitarbeitenden zu zwingen, ständig über ihre Kräfte hinaus zu arbeiten, und dem Kollegen, der zittert, eine Schachtel Beruhigungstabletten über den Tisch zu schieben, statt ihm Aufmerksamkeit zu schenken. Wieder andere stossen sich plötzlich an den Bonussystemen, mit denen belohnt wird, wer dringend nötige Stellen nicht besetzt und damit den Druck auf das eigene Team noch zusätzlich vergrössert. Vielleicht, sagt Evelyne Coën, seien Frauen sensibler für diese Themen und entschieden sich früher für einen anderen Weg. Aber sie berate auch immer häufiger männliche Spitzenkräfte aus dem Finanz-, Pharma- oder Industriebereich, die dringend nach Alternativen suchen: "Die Betroffenen realisieren", so Evelyne Coën, "dass ihre Entkoppelung von menschlichsten Bedürfnissen wie Ruhe, Sicherheit, Vertrauen und Sinn sie an den Rand von körperlichen und seelischen Katastrophen treibt. Und eine solche Katastrophe können sie oft nur noch mit einem beherzten Entscheid - vielleicht gegen die klassische Karriere - abwenden." Ein solcher Entscheid muss reifen. So ist es auch kein Zufall, dass die meisten Women Leavers zwischen vierzig und fünfzig sind. Die Karriere läuft bereits einige Jahre, das Gehalt steigt, ebenso die berufliche Anerkennung samt Statussymbolen wie Geschäftswagen, grösseres Büro und First-Class-Flugtickets. Aber der Erfolg schmeckt zunehmend schal. Man hat lange genug in einem System mitgespielt, um nun die Regeln zu hinterfragen. Oder seine eigene Rolle. Bei Brigitte Baumann lautete denn auch die alles entscheidende Frage "Bin das noch ich?". Die 51-jährige Chemieingenieurin mit französischen Wurzeln, mit einem MBA, mehrjährigen Aufenthalten in den USA und Asien, hatte eine atemberaubende Karriere im ITC und Finanzdienstleistungsbereich hingelegt. Mit gerade mal 31 Jahren stand sie kurz davor, bei McKinsey Partnerin zu werden, entschied sich dann aber für den Kreditkartenriesen American Express, bei dem sie es zum Senior Vice President in New York brachte und für das weltweite Internetgeschäft des Konzerns verantwortlich zeichnete. 2001 wurde sie CEO bei iWorld Group und blieb zwei Jahre. Brigitte Baumann hat nichts gegen die Corporate World der grossen Konzerne: "Warum auch? Dort habe ich unendlich viele Chancen bekommen und Führen, Kommunizieren und Repräsentieren gelernt." Sie sei hocheffizient gewesen, sei höher und höher gestiegen, habe sehr viel Geld verdient - doch eines Tages realisierte sie, in welchem Mass sie sich den Erwartungen anderer angepasst und damit ihre Authentizität eingebüsst hatte: "Ich habe sehr hart probiert, eine Person zu sein, die ich nicht bin, und dabei entscheidende Aspekte meines Charakters verleugnet." Heute wisse sie, dass sie auch ein effizienter CEO sein könne, wenn sie einen teamorientierten Stil pflege, obwohl von einem traditionellen Firmenchef erwartet werde, dass er autoritär auftrete. Sie lege grossen Wert auf ein offenes Unternehmensklima, in dem auch Platz für Gefühle sei. Und in dem der Tatsache Rechnung getragen werde, dass alle ihre guten und schlechten Tage hätten. 2003 gründete Brigitte Baumann Go Beyond Ltd., eine Firma, die Start-ups für private Investoren sucht. Acht Personen arbeiten zurzeit für sie, die Firma soll aber weiter wachsen. 40 Prozent der Investoren oder Business Angels, wie es so schön heisst, sind Frauen. Dies im Gegensatz zu den landesüblichen ein bis zwei Prozent. Dass es ihr gelungen ist, die weibliche Investitionslust derart zu steigern, macht Brigitte Baumann stolz. Und sie geniesst die Freiheit, als Unternehmerin nicht nur Geld zu verdienen, "to do well", sondern auch Gutes zu tun und sich sozial zu engagieren, "to do good". In ihrem jetzigen Job, sagt sie, könne sie zum ersten Mal beide Ziele gleichzeitig verfolgen. Anita Fetz, Inhaberin der Beratungsfirma Femmedia Change Assist, hat regelmässig mit Frauen zu tun, die mehr als nur Karriere wollen: "Das sind Frauen", so Anita Fetz, "die im stark sach- und projektorientierten mittleren Management zufrieden waren, aber im Verlauf ihres Aufstiegs realisieren, dass fortan Regeln gelten, mit denen sie sich nicht identifizieren können." Das heisse beispielsweise, dass sie mit einer von oben verordneten Reorganisation konfrontiert sind, an der sie Zweifel hegen, weil ihrer Meinung nach nicht überlegt worden sei, was dabei an qualifiziertem Personal verloren gehe oder in Sachen Kundenkontakt verschlechtert werde. Anders als viele Männer, die sich mit solchen Entscheiden arrangieren, weil sie halt von oben kämen, seien Frauen oft mutiger und äusserten ihre Kritik. Dabei hätten sie wenig bis gar keinen Support, müssten gegen zahlreiche Widerstände ankämpfen und fragten sich eines Tages resigniert: "Wozu tue ich mir das alles an?" Dass es auf höchsten Firmenebenen mehrheitlich um Macht, Konkurrenz und interne Kämpfe gehe, dass teilweise "kriegsähnliche Zustände" herrschten, so Anita Fetz, widerstrebe den meisten Frauen zutiefst und raube ihnen die Motivation. Wenn dann noch Arbeitszeiten dazukommen, die keinen Ausgleich mehr im Privaten zulassen, schmeissen viele den Job. Elisabeth Füllemann hat nicht nur den Job gewechselt, sondern gleich den Beruf. Die Personalfachfrau hatte bei Banken, Versicherungen und Krankenkassen Kaderfunktionen innegehabt und war eine engagierte Personalchefin gewesen. "Dann begann die Zeit der Restrukturierungen, Fusionen und Sparmassnahmen", erinnert sie sich, "und aus der Mitarbeiterschaft wurde ein Organigramm mit Kästchen, in denen zufällig noch ein Name stand." Von da an sei das Personalwesen nicht mehr das gewesen, was sie einst motiviert hatte, in diesem Bereich zu arbeiten: "Überzählige Mitarbeiter wurden wegrationalisiert oder vorzeitig pensioniert. Andere wurden gezwungen, gegen ihren Willen die Abteilung oder den Arbeitsort zu wechseln. Wer sich wehrte, war weg." Aus dem Personal sei zusehends eine Manövriermasse geworden: "Immer mehr Frauen und Männer haben gelitten und wurden krank, von Arbeitszufriedenheit redete niemand mehr, Anreiz zum Arbeiten waren nur noch Lohn, Beförderung und die in Aussicht stehenden Ferien." Diese Entwicklung habe auch ihr die Identifikation mit der Arbeit genommen: "Ich sah keinen Sinn mehr in meiner Tätigkeit. Die mir anvertrauten Menschen konnte ich überhaupt nicht mehr unterstützen." Also beschloss sie mit etwas über fünfzig, ihr Pensum zu reduzieren und sich während vier Jahren berufsbegleitend in chinesischer Medizin ausbilden zu lassen. Im Jahr 2001 eröffnete sie ihre eigene Gesundheitspraxis in Winterthur. Ihre jetzige Arbeit erfüllt sie mit grosser Zufriedenheit. "Ich helfe Menschen, bin aus den grossen Firmenapparaten raus und kann meine Tage selber gestalten. Ich übe wieder eine sinnvolle Tätigkeit aus." Natürlich verdiene sie weniger als früher, aber Geld allein mache sie nicht glücklich, entscheidend sei die neu gewonnene Lebensqualität. "Kurz: Es war der beste Entscheid meines Lebens." Was aber heisst das für die Arbeitswelt, wenn die Erfolgreichen abwandern auf der Suche nach mehr Sinn? Und was heisst das für die, die bleiben, weil sie sich keinen so radikalen Schnitt zutrauen - oder ihn sich schlicht nicht leisten können? Theo Wehner, Arbeitspsychologe an der ETH Zürich, sagt, dass es Tendenzen zu einer neuen Zweiklassengesellschaft gibt. Nicht mehr nur die Schere zwischen denen, die viel Geld haben, und jenen mit wenig. Sondern auch zwischen denen, die Sinn finden, und jenen, die sich als unbedeutendes Rädchen in einer fragmentierten Arbeitswelt erleben. Allerdings: "Diese Scheren funktionieren unabhängig voneinander", sagt er. "Diejenigen, die viel Geld haben, erleben noch lange nicht gleichzeitig eine Maximierung von Sinn. Andererseits gibt es Menschen, die wenig Geld haben und trotzdem Sinn erleben." Die Lösung sieht Theo Wehner nicht darin, auszusteigen oder in so genannt "sinnvolle Freiwilligenarbeit" neben dem sinnlosen Job zu flüchten. Auch Kurse für die Belegschaft in Work-Life-Balance hält er für wenig sinnvoll: "Schon der Name ist eine falsche Kombination. Denn im Work muss Life sein und umgekehrt." Das gelingt nicht durch eine Trennung von Arbeit und Leben, sondern gerade dadurch, dass beides gemeinsam gedacht wird: "In den Unternehmen muss viel mehr über das Wie der Arbeit gesprochen werden: Wie können wir die Arbeit gestalten, dass sie für den Einzelnen Sinn macht?" Für Theo Wehner ist die Suche nach einem Sinn in der Berufstätigkeit kein Luxus, sondern schlicht überlebenswichtig. Denn die zunehmenden pathologischen Begleiterscheinungen der Erwerbsarbeit seien alle auf das gleiche Übel zurückzuführen: "Ob Burnout oder Mobbing, das alles ist nichts anderes als die Folge einer gescheiterten Sinnsuche." Die wohl bekannteste unter den hiesigen Women Leavers ist Antoinette Hunziker-Ebneter: Die 47-Jährige war Chefin der Schweizer Börse SWX und Konzernleitungsmitglied der Bank Julius Bär, wo sie als Handelschefin 150 Leute unter sich hatte. Kurz vor ihrem 45. Geburtstag beschloss sie, fortan konsequent die ihr wichtigen Werte zu leben. Was war ihrem Entscheid vorausgegangen? Antoinette Hunziker hatte immer mehr Mühe mit dem "kurzfristigen Denken des Investmentbankings" bekommen: "Niemand denkt mehr über einen Zeithorizont von sechs bis zwölf Monaten hinaus, was sich unter anderem in der Einführung von Quartalsrapporten an Stelle der früher üblichen Jahresberichte niedergeschlagen hat." Gleichzeitig, so Hunziker, wechsle in vielen börsenkotierten Unternehmen alle zwei, drei Jahre die Führung, was zu ständigen Strategiewechseln führe und zu einer Verunsicherung der Kundschaft, der man heute dieses Rezept und morgen jenes schmackhaft machen müsse. Vor diesem Hintergrund bringe es auch nichts, "sich als Firma irgendwelche Werte auf die Fahne zu schreiben: Da steht man besser dazu, dass man sich in einem wertefreien Raum bewegt". Ausdruck davon sei letztlich auch das finanzielle Anreizsystem in der Bankenwelt, dank dem die Angestellten in ihrem Handeln keinen anderen Sinn mehr sehen, als ihr Einkommen zu maximieren. Die Folgen sind inzwischen bekannt. Antoinette Hunziker mochte nicht länger Teil dieses Systems sein und gründete deshalb im Jahr 2006 gemeinsam mit gleich gesinnten Frauen und Männern die Forma Futura Invest AG, eine Vermögensverwalterboutique, die sich für den verantwortungsvollen Einsatz der Ressource Geld engagiert. Konkret: Die Kundschaft der Forma Futura investiert ihr Kapital nur in Anlagen und Unternehmen, die die nachhaltige Lebensqualität fördern, also beispielsweise sorgfältig mit knappen Ressourcen wie Wasser und Energie umgehen, ihren CO?-Ausstoss reduzieren, innovative Produkte entwickeln, ihren Mitarbeitenden soziale Arbeitsbedingungen offerieren und die Gleichstellung fördern. Gleichzeitig, so Hunziker, erzielen ihre Kunden aber auch eine "adäquate Rendite". Antoinette Hunziker hat sich zwei Jahre Zeit gegeben, um die Forma Futura in Schwung zu bringen. "Es läuft gut", sagt sie, "das Unternehmen wächst Schritt für Schritt, und es fällt uns leicht, neue Kunden zu gewinnen. Und es fällt uns ebenso leicht, neue Mitarbeitende zu finden. Denn die Möglichkeit, mit seiner Arbeit beziehungsweise seinem Geld etwas Sinnvolles zu bewirken, zieht sehr viele Menschen an. Sinnmärkte sind die Zukunftsmärkte." Annabelle, 27. August 2008 |
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